top of page

UNIVERSITÄTSPLATZ SALZBURG

Salzburg, Austria

1986

Der Platz entstand vor allem im 17. Jahrhundert. Bauten für die 1622 von Fürsterzbischof Paris Lodron gegründete Universität und die vom bedeutendsten österreichischen Barockarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach 1694 – 1707 errichtete Kollegienkriche an der Südseite sowie die gegenüberliegenden Bürgerhäuser auf der Nordseite bilden die Fronten.

Die Bürgerhäuser mit Spätbarock- und Rokokofassaden verbinden den Platz durch ihre Passagen mit der parallelen Getreidegasse, ein Torbogen führt weiter zum eigentlichen Bischofsbezirk um den Dom. Die repräsentativen Funktionen des Platzes werden von der täglichen Nutzung als Marktplatz überlagert. Unter dem Platz fließt ein Arm des weitverzweigten Almkanalnetzes, das schon seit dem Mittelalter die Stadt mit Wasser versorgt. Die Platzgestaltung nimmt diese Elemente auf und verbindet sie mittels radial ausstrahlender Granitstein-Pflasterscharen, die sternförmig von der konvex vorgewölbten Kirchenfassade Fischer von Erlachs ausgehen. Das unterirdisch durchströmende Wasser des Almkanals wird durch eine Öffnung sichtbar gemacht und mit dem alten Brunnen, einer neuen Sonnenuhr und einem Sitzstein verbunden. Dieses Raumgelenk vermittelt auch zwischen dem engeren und dem breiteren Teil des Platzes.

Ein Rahmen aus Natursteinplatten fasst den Platz an seinen Kanten und leitet in die Passagen über.

Fertigstellung: 1986

Autor: Boris Podrecca, Gotthard Eiböck

Fotografie: Archiv Podrecca Architekten

bottom of page