Für die überaus schwierige Bebauung eines Teils des Areals „In der Wiesen“ hat sich Boris Podrecca deshalb interessiert, weil ihn die besondere Herausforderung des Orts und seiner Umgebung gereizt hat, speziell die vis-à-vis gelegenen Hochhäuser von Alt-Erlaa.

Er hat sich für eine Bebauung mit einem großen verglasten Laubengang entlang der Straße entschieden. Die verglasten Ecken lockern durch die Abtreppung die glatte Kurvenform auf und wirken wie Kiemen, die beständig gegen Süden nach Licht und Luft schnappen.
Den direkt am Platz situierten Turm, dessentwegen die zulässige Bauhöhe aufgehoben wurde, bezeichnet Podrecca als „Kopf“. Er symbolisiert das Entree. Der Turm trägt auf seinem Dach eine zweigeschossige Pergola. Dieser Turmaufbau wird aus aerodynamischen Aluminiumlamellen gebildet.

Zur Romy-Schneider-Gasse hin hat der Baukörper eine plastische Fassade mit kleinen Erkern, verkleidet mit Etercolor in zwei abgestuften Grautönen, die Holzfenster sind ebenfalls grau. Hofseitig ist die Fassade in einem kräftigen Grün verputzt. Die drei Baukörper bilden einen dreieckigen, der Länge nach zweigeteilten Innenhof. Über einer Rasenfläche, die die zweite Hofhälfte bedeckt, thronen kleine Sitzterrassen aus massivem Holz, die zugleich die Entlüftung der Tiefgarage abdecken, und schließlich noch mehr werdendes Grün. Erreicht wird dieses Ziel mit quadratischen Schächten aus Drahtgeflecht.

Fertigstellung: 2000
Autor: Boris Podrecca
Fotografie: Gerald Zugmann


